Gruppendiskussion beim Zoll
Zoll-ABC
Die Gruppendiskussion kann Bestandteil des mündlichen Auswahlverfahrens beim Zoll sein. Dabei diskutierst du gemeinsam mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern über ein vorgegebenes Thema oder eine bestimmte Fragestellung. Die Übung soll der Auswahlkommission einen Eindruck davon vermitteln, wie du dich in einer Gruppe verhältst, argumentierst und auf andere Personen eingehst.
Inhalte:
Was passiert bei einer Gruppendiskussion?
Bei einer Gruppendiskussion erhältst du zusammen mit anderen Bewerbern ein Thema, über das ihr euch austauschen sollt. Entscheidend ist nicht allein, welche Meinung du vertrittst. Viel wichtiger ist, wie du dich innerhalb der Gruppe verhältst und ob du deine Position verständlich begründen kannst.
Eine gute Diskussion lebt davon, dass unterschiedliche Argumente aufgegriffen und gegeneinander abgewogen werden. Du solltest deshalb aktiv teilnehmen, gleichzeitig aber auch zuhören und andere Teilnehmer ausreden lassen. Wer ausschließlich versucht, möglichst viel zu sprechen oder die Gruppe zu dominieren, zeigt damit nicht automatisch Führungsstärke.
Für eine Tätigkeit beim Zoll sind schließlich Zusammenarbeit, Kommunikation und ein sachlicher Umgang mit unterschiedlichen Positionen wichtig. In vielen späteren Einsatzbereichen arbeitest du mit Kolleginnen und Kollegen zusammen und hast Kontakt mit Bürgern, Unternehmen oder anderen Behörden.
Worauf kommt es an?
Bei der Gruppendiskussion solltest du vor allem zeigen, dass du dich klar, sachlich und nachvollziehbar ausdrücken kannst. Begründe deine Aussagen und gehe auf Argumente der anderen Teilnehmer ein. Wenn jemand einen guten Gedanken einbringt, kannst du diesen aufgreifen und weiterentwickeln.
Genauso wichtig ist dein Sozialverhalten. Respektiere andere Meinungen und bleibe freundlich, auch wenn du einem Argument widersprichst. Eine Gruppendiskussion ist kein Streitgespräch, bei dem am Ende unbedingt ein Gewinner feststehen muss.
Auch vollständige Zurückhaltung ist ungünstig. Wenn du kaum etwas sagst, kann die Auswahlkommission deine kommunikativen Fähigkeiten nur schwer beurteilen. Versuche deshalb, dich regelmäßig und sinnvoll einzubringen, ohne jedes Gespräch an dich zu ziehen.
So kannst du sinnvoll argumentieren
Wenn du eine Position vertrittst, solltest du nicht einfach nur sagen, dass du etwas gut oder schlecht findest. Eine überzeugende Aussage besteht aus einer klaren Meinung und einer nachvollziehbaren Begründung.
Statt beispielsweise nur zu sagen: „Das sehe ich anders“, kannst du erklären, warum du anderer Meinung bist und welchen Gesichtspunkt du zusätzlich berücksichtigen würdest. Dadurch wirkt dein Beitrag strukturiert und sachlich.
Hilfreich ist außerdem, die Diskussion gelegentlich zusammenzufassen. Du kannst beispielsweise feststellen, dass sich die Gruppe bei einem Punkt bereits weitgehend einig ist und anschließend einen noch offenen Aspekt ansprechen. Damit zeigst du, dass du dem gesamten Gespräch folgst und nicht nur auf deinen eigenen nächsten Beitrag wartest.
Typische Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler besteht darin, die Gruppendiskussion als Wettbewerb um die meiste Redezeit zu betrachten. Lautes Auftreten oder ständiges Unterbrechen machen noch keine gute Diskussionsleistung aus.
Ebenso solltest du keine Rolle spielen, die überhaupt nicht zu dir passt. Die Auswahlkommission möchte einen realistischen Eindruck von deinem Verhalten erhalten. Bleibe deshalb authentisch, aber achte bewusst auf eine respektvolle und professionelle Kommunikation.
Vermeide außerdem persönliche Angriffe. Kritik sollte sich immer auf ein Argument und nicht auf die Person beziehen. Auch wenn du unter Zeitdruck bist oder ein anderer Teilnehmer eine völlig andere Meinung vertritt, solltest du ruhig bleiben.
Vorbereitung auf die Gruppendiskussion
Gruppendiskussionen lassen sich gut trainieren. Übe beispielsweise mit mehreren Personen, innerhalb einer begrenzten Zeit ein aktuelles Thema zu diskutieren. Achte anschließend darauf, wie häufig du gesprochen hast, ob deine Argumente verständlich waren und ob du ausreichend auf die anderen Teilnehmer eingegangen bist.
Zur Vorbereitung auf das gesamte mündliche Auswahlverfahren solltest du auch Rollenspiele, Interviews und bei entsprechender Aufgabenstellung Kurzvorträge berücksichtigen. Genau diese Übungen nennt der Zoll neben der Gruppendiskussion als mögliche Bestandteile.
Der Ausbildungspark Verlag ist als Fachverlag auf die Vorbereitung auf Einstellungstests und Auswahlverfahren spezialisiert. Eine gezielte Vorbereitung hilft dir dabei, typische Gesprächs- und Gruppensituationen vorher zu trainieren und im eigentlichen Auswahlverfahren souveräner aufzutreten.
Fazit
Die Gruppendiskussion beim Zoll ist eine mögliche Übung im mündlichen Auswahlverfahren. Dabei geht es nicht darum, die anderen Bewerber zu überreden oder möglichst lange zu sprechen. Entscheidend ist, dass du sachlich argumentierst, aufmerksam zuhörst, andere Meinungen respektierst und dich konstruktiv in die Gruppe einbringst. Der Zoll nennt die Gruppendiskussion ausdrücklich als eine von mehreren Übungen, die im mündlichen Verfahren eingesetzt werden können.
Bereite dich deshalb darauf vor, solltest aber gleichzeitig flexibel bleiben. Welche Kombination aus Gruppendiskussion, Rollenspiel, Kurzvortrag und Interview tatsächlich eingesetzt wird, kann sich im konkreten Auswahlverfahren unterscheiden.
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