Kleidung beim Zoll-Auswahlverfahren
Zoll-ABC
Für das Zoll-Auswahlverfahren gibt es auf den aktuell öffentlich zugänglichen Karriereseiten keinen verbindlichen Dresscode, der beispielsweise Anzug, Kostüm oder bestimmte Farben vorschreibt. Trotzdem solltest du deine Kleidung bewusst auswählen. Gerade im mündlichen Teil zählt neben deinen Antworten auch ein professionelles und angemessenes Auftreten. Das Karriereportal des Bundes empfiehlt für Vorstellungsgespräche ausdrücklich passende Kleidung und rät davon ab, durch ein besonders ausgefallenes Auftreten negativ aufzufallen.
Dabei musst du zwischen dem schriftlichen Einstellungstest und dem mündlichen Auswahlverfahren unterscheiden. Für einen mehrstündigen schriftlichen Test darf die Kleidung ruhig etwas bequemer sein. Beim persönlichen Gespräch solltest du dagegen etwas formeller auftreten.
Inhalte:
Was ziehst du zum schriftlichen Einstellungstest an?
Beim schriftlichen Teil steht deine Testleistung im Mittelpunkt. Ein Anzug oder ein besonders formelles Business-Outfit ist dafür nicht erforderlich. Sinnvoll ist saubere, gepflegte und bequeme Kleidung, in der du mehrere Stunden konzentriert arbeiten kannst.
Eine dunkle Jeans oder Stoffhose mit Hemd, Bluse, Poloshirt oder schlichtem Oberteil ist beispielsweise völlig angemessen. Auch gepflegte Sneaker oder andere dezente Schuhe passen zu einem solchen Termin.
Wichtig ist vor allem, dass du dich wohlfühlst und deine Kleidung nicht von den Aufgaben ablenkt. Sehr auffällige Freizeitkleidung oder ein ungepflegtes Erscheinungsbild solltest du trotzdem vermeiden. Das Karriereportal des Bundes empfiehlt generell, beim Auswahlverfahren auf ein angemessenes Auftreten zu achten.
Kleidung beim mündlichen Auswahlverfahren
Beim mündlichen Auswahlverfahren darf deine Kleidung etwas förmlicher sein. Beim Zoll können persönliche Übungen wie Gruppendiskussion, Rollenspiel, Kurzvortrag oder Interview eingesetzt werden. Dabei erhält die Auswahlkommission einen unmittelbaren persönlichen Eindruck von dir.
Für diesen Teil ist ein gepflegtes Business-Casual-Outfit eine gute Orientierung. Männer können beispielsweise eine Stoffhose oder eine gepflegte dunkle Jeans mit Hemd tragen. Ein Sakko ist möglich, aber kein Muss. Frauen können beispielsweise Stoffhose, Rock oder ein schlichtes Kleid mit Bluse, Hemd oder einem anderen gepflegten Oberteil kombinieren.
Ein kompletter Anzug beziehungsweise ein Kostüm ist natürlich ebenfalls möglich. Du musst dich aber nicht künstlich verkleiden. Entscheidend ist, dass dein Outfit professionell wirkt und du dich darin sicher bewegen kannst.
Muss es ein Anzug sein?
Nein. Eine öffentlich zugängliche Vorgabe des Zolls, wonach männliche Bewerber im mündlichen Auswahlverfahren zwingend Anzug und Krawatte tragen müssen, gibt es derzeit nicht.
Das gilt entsprechend auch für Kostüm oder Hosenanzug bei Bewerberinnen. Ein solches Outfit ist möglich, aber nicht zwingend notwendig.
Das Karriereportal des Bundes formuliert die Empfehlung bewusst allgemein: Für das Vorstellungsgespräch solltest du dir etwas Passendes anziehen und dein Auftreten an die Gesprächspartner und die Situation anpassen.
Lieber etwas zu ordentlich als zu lässig
Wenn du zwischen zwei Outfits schwankst, ist beim mündlichen Auswahlverfahren die etwas gepflegtere Variante meist die bessere Wahl. Schließlich bewirbst du dich für eine Tätigkeit in der Bundesverwaltung und möglicherweise für eine Beamtenlaufbahn.
Vermeiden solltest du insbesondere Kleidung, die sehr stark nach Freizeit, Sport oder Party aussieht. Dazu können beispielsweise Jogginghose, stark zerrissene Jeans, sehr auffällige Aufdrucke oder extrem lässige Strandkleidung gehören.
Das bedeutet aber nicht, dass deine Kleidung möglichst teuer sein muss. Eine schlichte, saubere Kombination wirkt meist professioneller als ein teurer Anzug, in dem du dich sichtbar unwohl fühlst.
Schuhe und Accessoires
Auch deine Schuhe sollten sauber und gepflegt sein. Klassische Business-Schuhe sind nicht vorgeschrieben. Dezente und gepflegte Sneaker können bei einem modernen Business-Casual-Outfit ebenfalls funktionieren.
Bei Schmuck, Make-up, Parfüm oder anderen Accessoires empfiehlt sich ein zurückhaltender Umgang. Ziel ist nicht, deine Persönlichkeit zu verstecken. Dein Erscheinungsbild sollte lediglich nicht stärker auffallen als das, was du im Auswahlverfahren sagst und leistest.
Was ist mit Tattoos und Piercings?
Ob sichtbare Tattoos oder Piercings für eine spätere Tätigkeit relevant sind, ist von der Frage nach der Kleidung beim Auswahlverfahren zu unterscheiden. Für deinen Auswahltermin solltest du dich grundsätzlich gepflegt und professionell präsentieren.
Du musst dich dabei nicht verstellen. Allerdings kann es sinnvoll sein, sehr auffällige Accessoires für den Termin etwas zurückhaltender zu wählen. Entscheidend bleibt, dass du insgesamt einen seriösen Eindruck vermittelst.
Achte auf deine Einladung
Falls dein zuständiges Ausbildungshauptzollamt in der Einladung zum Auswahlverfahren konkrete Hinweise zur Kleidung oder zum Ablauf nennt, haben diese natürlich Vorrang. Die öffentlich zugänglichen Zollinformationen enthalten derzeit keinen allgemeinen verbindlichen Dresscode für alle Bewerber.
Lies deine Einladung deshalb vollständig durch. Dort können auch weitere organisatorische Informationen zu mitzubringenden Unterlagen oder zum Ablauf deines konkreten Termins stehen.
Fazit
Für die Kleidung beim Zoll-Auswahlverfahren gilt: Einen öffentlich veröffentlichten verbindlichen Dresscode gibt es derzeit nicht. Beim schriftlichen Einstellungstest reicht normalerweise ein gepflegtes und bequemes Outfit. Beim mündlichen Auswahlverfahren solltest du dich etwas formeller kleiden, beispielsweise im Business-Casual-Stil.
Ein Anzug, eine Krawatte oder ein Kostüm sind nicht zwingend erforderlich. Entscheidend ist ein sauberes, gepflegtes und professionelles Gesamtbild. Das Karriereportal der Bundesverwaltung empfiehlt ebenfalls passende Kleidung und warnt davor, im Bewerbungsgespräch durch ein unangemessen ausgefallenes Auftreten negativ aufzufallen.
Im Zweifel gilt daher: lieber etwas gepflegter als zu lässig, aber so, dass du dich weiterhin wohlfühlst und authentisch auftreten kannst.
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