Kurzvortrag und Präsentation beim Zoll
Zoll-ABC
Ein Kurzvortrag oder eine mündliche Präsentation kann Bestandteil des mündlichen Auswahlverfahrens beim Zoll sein. Dabei kommt es darauf an, einen vorgegebenen Sachverhalt innerhalb kurzer Zeit zu erfassen, sinnvoll zu strukturieren und anschließend verständlich vorzutragen. Welche Form dich erwartet, hängt insbesondere von deinem gewählten Karriereweg ab.
Der Zoll unterscheidet hier ausdrücklich: Beim Auswahlverfahren für den gehobenen Zolldienst kommt ein Kurzvortrag hinzu. Für das duale Studium Verwaltungsinformatik ist dagegen eine mündliche Präsentation vorgesehen.
Inhalte:
Kurzvortrag im gehobenen Zolldienst
Wenn du dich für das duale Studium im gehobenen Zolldienst bewirbst und zum mündlichen Auswahlverfahren eingeladen wirst, solltest du dich auf einen Kurzvortrag einstellen. Der Zoll nennt diesen neben anderen möglichen Übungen wie Gruppendiskussion, Rollenspiel und Interview.
Dabei geht es nicht darum, einen langen Fachvortrag auf Hochschulniveau zu halten. Entscheidend ist vielmehr, dass du Informationen schnell erfassen und anschließend geordnet wiedergeben kannst.
Du solltest zeigen, dass du einen roten Faden entwickelst, wichtige von weniger wichtigen Punkten unterscheiden kannst und deine Gedanken verständlich formulierst. Genau solche Fähigkeiten sind auch im späteren gehobenen Zolldienst wichtig, wenn du komplexe Sachverhalte bearbeiten und Ergebnisse nachvollziehbar darstellen musst.
Präsentation bei Verwaltungsinformatik
Für Bewerberinnen und Bewerber des dualen Studiums Verwaltungsinformatik nennt der Zoll ausdrücklich eine mündliche Präsentation als Bestandteil des mündlichen Auswahlverfahrens. Voraussetzung ist zunächst, dass du den schriftlichen Teil erfolgreich absolviert hast und nach dem Prinzip der Bestenauslese zum mündlichen Verfahren eingeladen wirst.
Auch hier sind eine klare Struktur und verständliche Darstellung besonders wichtig. Im Vergleich zu einem klassischen Gespräch kannst du zeigen, dass du Informationen selbstständig ordnen und einem Publikum nachvollziehbar vermitteln kannst.
Wie baust du einen guten Kurzvortrag auf?
Eine einfache Struktur hilft dir dabei, auch unter Zeitdruck den Überblick zu behalten. Dein Vortrag kann grundsätzlich aus drei Teilen bestehen:
- Einleitung: Nenne kurz das Thema und die zentrale Fragestellung.
- Hauptteil: Erläutere die wichtigsten Punkte in einer nachvollziehbaren Reihenfolge.
- Schluss: Fasse die wesentlichen Aussagen zusammen und ziehe gegebenenfalls ein begründetes Fazit.
Diese Struktur klingt einfach, verhindert aber, dass du während des Vortrags zwischen verschiedenen Gedanken hin und her springst.
Besonders hilfreich ist es, dir während einer möglichen Vorbereitungsphase nur Stichpunkte zu notieren. Ganze Sätze verleiten dazu, einen Text abzulesen. Ein freier Vortrag wirkt dagegen meist natürlicher und zeigt besser, dass du den Inhalt verstanden hast.
Worauf achtet die Auswahlkommission?
Der Zoll veröffentlicht keinen detaillierten öffentlich zugänglichen Bewertungskatalog für den Kurzvortrag. Deshalb solltest du vorsichtig mit Internetseiten umgehen, die angeblich genaue Punktzahlen für einzelne Kriterien nennen.
Für eine überzeugende Präsentation sind jedoch einige grundlegende Fähigkeiten entscheidend. Dazu gehören eine klare Gliederung, verständliche Sprache, sachliche Argumentation und ein sicheres Auftreten.
Achte außerdem darauf, dass du dein Thema tatsächlich beantwortest. Ein sprachlich guter Vortrag hilft wenig, wenn du an der Aufgabenstellung vorbeiredest.
Nicht nur Fachwissen zählt
Viele Bewerber befürchten, dass sie für den Kurzvortrag bereits umfangreiches Fachwissen über Zollrecht benötigen. Dafür gibt es in den aktuellen offiziellen Karriereinformationen keinen Hinweis.
Im Auswahlverfahren geht es vielmehr darum, dich mit verschiedenen Übungen persönlich kennenzulernen und deine Eignung für die angestrebte Laufbahn einzuschätzen. Der Zoll beschreibt das mündliche Verfahren als Kombination verschiedener Übungen, zu denen unter anderem Kurzvortrag, Gruppendiskussion, Rollenspiel und Interview gehören können.
Trotzdem solltest du dich natürlich mit den Aufgaben des Zolls und aktuellen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Themen beschäftigen. Dieses Wissen kann dir auch im Interview und bei anderen Übungen helfen.
Ruhig und verständlich sprechen
Bei einem Kurzvortrag ist es besonders wichtig, nicht zu schnell zu sprechen. Nervosität führt häufig dazu, dass Bewerber ihr Tempo deutlich erhöhen.
Sprich deshalb bewusst ruhig und mache kleine Pausen zwischen wichtigen Gedanken. Schau deine Zuhörer regelmäßig an und vermeide es, ausschließlich auf deine Notizen zu blicken.
Auch wenn du dich einmal versprichst, musst du nicht von vorne beginnen. Korrigiere dich kurz und fahre weiter. Ein kleiner Versprecher ist normalerweise weniger problematisch als der Versuch, jeden Satz perfekt wirken zu lassen.
Zeitmanagement trainieren
Der Zoll veröffentlicht derzeit auf den öffentlich zugänglichen Karriereseiten keine allgemein verbindliche Vorbereitungs- oder Vortragsdauer, die für jeden Kurzvortrag beziehungsweise jede Präsentation gilt. Deshalb solltest du keine Zeitangaben aus privaten Erfahrungsberichten als garantiert ansehen.
Für deine Vorbereitung ist es trotzdem sinnvoll, kurze Vorträge mit einer festen Zeitbegrenzung zu üben. Nimm beispielsweise ein aktuelles Thema, bereite es in wenigen Stichpunkten vor und trage anschließend frei vor.
Dabei kannst du prüfen, ob deine Einleitung zu lang ist, ob du im Hauptteil den roten Faden hältst und ob am Ende noch genügend Zeit für ein Fazit bleibt.
So kannst du dich vorbereiten
Übe regelmäßig, unbekannte Texte oder Fragestellungen schnell zu strukturieren. Lies beispielsweise einen kurzen Zeitungsartikel oder eine aktuelle Meldung, notiere die drei oder vier wichtigsten Punkte und erkläre das Thema anschließend frei.
Du kannst deinen Vortrag auch aufnehmen. Dadurch erkennst du schnell, ob du zu schnell sprichst, häufig Füllwörter verwendest oder ständig auf deine Notizen schaust.
Der Ausbildungspark Verlag ist als Fachverlag auf die Vorbereitung auf Einstellungstests und Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst spezialisiert. Bei der Vorbereitung auf das Zoll-Auswahlverfahren lohnt es sich deshalb, neben Testaufgaben auch Kurzvorträge, Präsentationen, Gruppendiskussionen, Rollenspiele und Interviews praktisch zu trainieren.
Fazit
Kurzvortrag und Präsentation gehören beim Zoll nicht für alle Bewerber in gleicher Form zum Auswahlverfahren. Für den gehobenen Zolldienst nennt der Zoll ausdrücklich einen Kurzvortrag, während beim Auswahlverfahren für das duale Studium Verwaltungsinformatik eine mündliche Präsentation vorgesehen ist.
Entscheidend sind eine klare Struktur, verständliche Sprache und ein ruhiges Auftreten. Versuche nicht, einen perfekten Vortrag auswendig zu lernen. Trainiere stattdessen, unbekannte Themen schnell zu erfassen, sinnvoll zu ordnen und anschließend frei und nachvollziehbar zu präsentieren.
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