Anamnesebogen beim Zoll
Zoll-ABC
Wenn im Bewerbungsverfahren beim Zoll eine ärztliche Untersuchung ansteht, kann auch ein Anamnesebogen eine Rolle spielen. Darin werden Angaben zu deiner gesundheitlichen Vorgeschichte erfasst. Für viele Bewerber klingt das zunächst komplizierter, als es tatsächlich ist. Im Kern geht es darum, dem ärztlichen Dienst die Informationen zur Verfügung zu stellen, die für die Beurteilung deiner gesundheitlichen Eignung relevant sind.
Die offiziellen Karriereinformationen des Zolls machen deutlich, dass die körperliche beziehungsweise gesundheitliche Eignung für bestimmte Tätigkeiten eine Rolle spielt und individuell beurteilt wird. Besonders bei Tätigkeiten im Vollzugsdienst können körperliche Anforderungen von Bedeutung sein.
Inhalte:
Was ist ein Anamnesebogen?
Unter einer Anamnese versteht man die Erfassung deiner gesundheitlichen Vorgeschichte. Ein entsprechender Fragebogen kann deshalb beispielsweise Informationen zu früheren oder aktuellen Erkrankungen, Operationen, Verletzungen oder medizinischen Behandlungen abfragen. Welche Angaben konkret verlangt werden, ergibt sich aus den Unterlagen, die du im jeweiligen Bewerbungsverfahren erhältst.
Wichtig ist dabei: Auf den öffentlich zugänglichen Karriereseiten des Zolls wird derzeit kein allgemeingültiger Anamnesebogen veröffentlicht, der für sämtliche Bewerberinnen und Bewerber gleichermaßen gilt. Deshalb solltest du dich immer an die Unterlagen und Hinweise deiner zuständigen Einstellungsbehörde halten.
Warum interessiert sich der Zoll für deine Gesundheit?
Wenn du eine Ausbildung oder ein duales Studium beim Zoll anstrebst, geht es nicht nur um deine Leistungen im Einstellungstest. Für die spätere Verwendung muss auch geprüft werden, ob du die gesundheitlichen Anforderungen der jeweiligen Tätigkeit erfüllen kannst.
Gerade beim Zoll gibt es sehr unterschiedliche Einsatzbereiche. Neben klassischen Büro- und Verwaltungstätigkeiten sind auch Aufgaben im Außendienst und im Vollzugsbereich möglich. Der Zoll weist deshalb darauf hin, dass die körperliche Eignung individuell betrachtet wird und insbesondere bei Tätigkeiten im Vollzugsdienst von Bedeutung sein kann.
Ein Anamnesebogen kann den untersuchenden Ärztinnen und Ärzten dabei helfen, sich bereits vor oder während der Untersuchung einen Überblick über deine gesundheitliche Vorgeschichte zu verschaffen.
Den Anamnesebogen wahrheitsgemäß ausfüllen
Bei medizinischen Angaben solltest du sorgfältig und wahrheitsgemäß antworten. Versuche nicht, gesundheitliche Probleme zu verschweigen, weil du Angst vor einer Ablehnung hast. Eine frühere Verletzung, eine Operation oder eine andere medizinische Vorgeschichte bedeutet nicht automatisch, dass du für den Zoll ungeeignet bist.
Gerade die offiziellen Informationen für Menschen mit Behinderung zeigen, dass der Zoll nicht einfach nach einem starren Schema entscheidet. Die körperliche Eignung wird vielmehr im Hinblick auf die konkrete Tätigkeit betrachtet. Der Zoll betont außerdem, dass seine Arbeitsplätze grundsätzlich auch für schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen geeignet sind. Für bestimmte Vollzugstätigkeiten können allerdings besondere körperliche Anforderungen gelten.
Deshalb bringt es dir nichts, bereits vor der Untersuchung selbst zu entscheiden, welche gesundheitlichen Angaben angeblich problematisch sein könnten. Die medizinische Bewertung übernimmt die zuständige Stelle.
Welche Unterlagen solltest du mitbringen?
Wenn du im Zusammenhang mit der Untersuchung zusätzliche medizinische Dokumente vorlegen sollst, wird dir die zuständige Einstellungsbehörde normalerweise mitteilen, welche Unterlagen benötigt werden. Das können je nach persönlicher Vorgeschichte beispielsweise ärztliche Berichte oder andere medizinische Nachweise sein.
Nimm deshalb die Einladung und alle beigefügten Hinweise genau unter die Lupe. Bereite geforderte Unterlagen frühzeitig vor, damit du nicht erst kurz vor dem Untersuchungstermin feststellen musst, dass noch etwas fehlt.
Eine Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch eine Absage
Viele Bewerber machen sich besonders bei diesem Thema Sorgen. Sie fragen sich beispielsweise, ob eine frühere Sportverletzung, eine Allergie, eine Sehschwäche oder eine andere gesundheitliche Besonderheit automatisch zur Ablehnung führt.
Eine solche pauschale Aussage lässt sich nicht treffen. Der Zoll weist ausdrücklich darauf hin, dass die körperliche Eignung individuell betrachtet wird. Insbesondere bei Bewerberinnen und Bewerbern mit einer Behinderung soll geprüft werden, welche Tätigkeiten tatsächlich ausgeübt werden können.
Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob irgendwo in deiner Krankenakte eine Diagnose steht. Relevant ist, ob du die gesundheitlichen Anforderungen erfüllst, die für deine vorgesehene Tätigkeit notwendig sind.
Vorbereitung auf die Untersuchung
Auf den medizinischen Teil des Bewerbungsverfahrens kannst du dich nicht auf dieselbe Weise vorbereiten wie auf einen Mathematik- oder Sprachtest. Trotzdem kannst du einiges dafür tun, dass der Termin möglichst reibungslos abläuft.
Lies den Anamnesebogen in Ruhe durch und beantworte die Fragen vollständig. Wenn Angaben zu früheren Behandlungen oder Erkrankungen verlangt werden, kann es sinnvoll sein, entsprechende Informationen schon vorher zusammenzustellen. Beachte außerdem genau die organisatorischen Hinweise deiner Einstellungsbehörde.
Für den eigentlichen Einstellungstest und das mündliche Auswahlverfahren sieht die Vorbereitung natürlich anders aus. Hier kannst du gezielt mit Aufgaben, Testsimulationen und typischen Gesprächssituationen arbeiten. Der Ausbildungspark Verlag unterstützt Bewerberinnen und Bewerber bei der Vorbereitung auf Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst und bietet dafür passende Trainingsmöglichkeiten.
Fazit
Der Anamnesebogen beim Zoll dient im Zusammenhang mit einer medizinischen Beurteilung dazu, wichtige Informationen über deine gesundheitliche Vorgeschichte zu erfassen. Entscheidend ist, dass du die Fragen sorgfältig und wahrheitsgemäß beantwortest und die Hinweise deiner Einstellungsbehörde beachtest.
Eine Erkrankung, frühere Verletzung oder gesundheitliche Besonderheit bedeutet dabei nicht automatisch das Aus für deine Bewerbung. Die offiziellen Karriereinformationen des Zolls zeigen vielmehr, dass die körperliche Eignung individuell und mit Blick auf die jeweilige Tätigkeit betrachtet wird.
Mach dich deshalb nicht schon vor der Untersuchung verrückt. Reiche die verlangten Angaben vollständig ein und überlasse die medizinische Bewertung den zuständigen Fachleuten.
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