Uniform beim Zoll
Zoll-ABC
Wer beim Zoll arbeitet, kann je nach Einsatzbereich Dienstkleidung tragen. Umgangssprachlich wird häufig von der Zolluniform gesprochen. Die Dienstkleidung sorgt für ein einheitliches Auftreten und macht Zöllnerinnen und Zöllner bei Kontrollen und anderen hoheitlichen Aufgaben sofort als Angehörige des Zolls erkennbar.
Wenn du dich für die Ausbildung im mittleren oder das duale Studium im gehobenen Zolldienst bewirbst, solltest du grundsätzlich bereit sein, Dienstkleidung zu tragen. Das gehört zu den Anforderungen, auf die du dich bereits vor deiner Bewerbung einstellen solltest. Allerdings arbeitet nicht jeder Beschäftigte des Zolls jeden Tag in Uniform. In vielen Verwaltungs- und Fachbereichen ist auch Zivilkleidung üblich.
Inhalte:
- Muss jeder beim Zoll Uniform tragen?
- Dienstkleidung bereits als Einstellungsvoraussetzung
- Warum trägt der Zoll Dienstkleidung?
- Wie sieht die Dienstkleidung aus?
- Schulterklappen und Dienstgrad
- Uniform während Ausbildung und Studium
- Uniform bedeutet nicht automatisch Außendienst
- Dienstkleidung und Waffe
- Erscheinungsbild gehört zum Beruf
- Uniform als Teil der Berufswahl
- Fazit
Muss jeder beim Zoll Uniform tragen?
Nein. Ob du Dienstkleidung trägst, hängt vor allem von deinem späteren Aufgabenbereich ab.
Besonders naheliegend ist die Uniform in Bereichen, in denen Zöllnerinnen und Zöllner nach außen als Vollzugs- oder Kontrollkräfte auftreten. Bei Kontrollen von Personen, Fahrzeugen oder Waren muss für die Betroffenen schnell erkennbar sein, dass sie es mit Beschäftigten einer staatlichen Behörde zu tun haben.
In anderen Tätigkeitsfeldern spielt das weniger eine Rolle. Wenn du beispielsweise überwiegend administrative Aufgaben erledigst, Unterlagen bearbeitest oder in einem Fachbereich ohne klassischen Kontrollauftrag arbeitest, kann Zivilkleidung üblich sein.
Eine Zollkarriere bedeutet deshalb nicht automatisch, dass du vom ersten bis zum letzten Arbeitstag ausschließlich Uniform trägst.
Dienstkleidung bereits als Einstellungsvoraussetzung
Für Bewerber ist wichtig, dass die Bereitschaft zum Tragen von Dienstkleidung bereits bei den Voraussetzungen für die klassischen Karrierewege eine Rolle spielt.
Das gilt sowohl für die zweijährige Ausbildung im mittleren Zolldienst als auch für das dreijährige duale Studium im gehobenen Dienst. Neben der Bereitschaft zum Schichtdienst solltest du grundsätzlich auch bereit sein, Dienstkleidung und je nach Einsatzbereich eine Waffe zu tragen.
Du musst dich deshalb bereits vor deiner Bewerbung fragen, ob du dir einen Beruf vorstellen kannst, in dem ein einheitliches dienstliches Erscheinungsbild zu bestimmten Tätigkeiten dazugehört.
Wenn du grundsätzlich keine Uniform tragen möchtest, kann das deine Einsatzmöglichkeiten beim Zoll deutlich einschränken.
Warum trägt der Zoll Dienstkleidung?
Die Dienstkleidung erfüllt mehrere Aufgaben. Besonders wichtig ist die Erkennbarkeit.
Wenn Zöllnerinnen und Zöllner beispielsweise eine Kontrolle durchführen, soll eindeutig sein, dass sie in staatlichem Auftrag handeln. Die Dienstkleidung schafft hier Klarheit und vermittelt den Bürgerinnen und Bürgern, mit welcher Behörde sie es zu tun haben.
Daneben sorgt sie für ein einheitliches und professionelles Erscheinungsbild. Gerade bei hoheitlichen Maßnahmen ist es wichtig, dass die Beschäftigten nach außen geschlossen und eindeutig auftreten.
Schließlich erfüllt die Kleidung auch praktische Anforderungen. Beschäftigte im Außendienst benötigen andere Kleidung als jemand, der ausschließlich in einem Büro arbeitet. Zur Ausstattung gehören deshalb unterschiedliche Kleidungsstücke für verschiedene Wetter- und Einsatzbedingungen.
Wie sieht die Dienstkleidung aus?
Die Dienstkleidung des Zolls ist auf ein einheitliches Erscheinungsbild ausgerichtet. Dazu gehören unterschiedliche Oberbekleidungsstücke, funktionale Kleidung, Kopfbedeckungen, Schuhe und Gürtel.
Je nach Tätigkeit und Wetter können unterschiedliche Bestandteile getragen werden. Beschäftigte im Außendienst müssen schließlich sowohl im Sommer als auch bei niedrigen Temperaturen oder schlechtem Wetter arbeitsfähig bleiben.
Typisch sind außerdem deutlich erkennbare Kennzeichnungen des Zolls. Dadurch bleibt auch bei unterschiedlicher Kleidung klar erkennbar, welcher Behörde die Beschäftigten angehören.
Die genaue Zusammenstellung kann sich nach Tätigkeit und dienstlichen Anforderungen unterscheiden.
Schulterklappen und Dienstgrad
Zur Dienstkleidung können auch Schulterklappen beziehungsweise Rangabzeichen gehören. Sie machen bei uniformierten Beschäftigten die jeweilige Karrierestufe beziehungsweise dienstliche Einordnung erkennbar.
Für Bewerber ist das zunächst weniger wichtig als die grundsätzliche Frage, welche Laufbahn sie einschlagen möchten. Im mittleren und gehobenen Dienst entwickelst du dich während deiner Karriere innerhalb deiner jeweiligen Laufbahn weiter und kannst durch Beförderungen höhere Ämter erreichen.
Die Dienstkleidung macht damit nicht nur die Zugehörigkeit zum Zoll sichtbar. In entsprechenden Bereichen kann sie auch Hinweise auf die dienstliche Stellung einer Person geben.
Uniform während Ausbildung und Studium
Auch Nachwuchskräfte können bereits während ihrer Ausbildung beziehungsweise ihres dualen Studiums mit Dienstkleidung ausgestattet werden.
Das ist besonders sinnvoll, weil du während der praktischen Ausbildungsabschnitte verschiedene Bereiche der Zollverwaltung kennenlernst. Wenn du in einem Bereich eingesetzt wirst, in dem Dienstkleidung getragen wird, sollst du dort auch entsprechend auftreten können.
Damit gewöhnst du dich bereits während der Ausbildung oder des Studiums an das dienstliche Erscheinungsbild und lernst, in welchen Situationen die entsprechende Kleidung getragen wird.
Die Uniform ist also nicht erst nach deiner Abschlussprüfung ein Thema.
Uniform bedeutet nicht automatisch Außendienst
Ein häufiger Irrtum besteht darin, Uniform unmittelbar mit einem dauerhaften Außendienst gleichzusetzen.
Beim Zoll können sich Innen- und Außendienst je nach Tätigkeit abwechseln. Auch Beschäftigte eines operativen Bereichs erledigen Dokumentationen, Auswertungen und andere Aufgaben, die nicht unmittelbar während einer Kontrolle stattfinden.
Umgekehrt können Beschäftigte im Laufe ihrer Karriere zwischen unterschiedlichen Aufgabenbereichen wechseln. Dadurch kann sich auch verändern, wie häufig sie Dienstkleidung tragen.
Du solltest deshalb die Frage nach der Uniform immer im Zusammenhang mit deinem konkreten Einsatzgebiet betrachten.
Dienstkleidung und Waffe
Die Bereitschaft, Dienstkleidung zu tragen, wird bei den klassischen Zollkarrierewegen häufig gemeinsam mit der grundsätzlichen Bereitschaft genannt, eine Waffe zu tragen.
Auch hier gilt: Nicht jede Zöllnerin und jeder Zöllner trägt dauerhaft eine Dienstwaffe.
Die Zollverwaltung besitzt sowohl waffenführende als auch nicht waffenführende Tätigkeitsbereiche. Besonders bei bestimmten Kontroll- und Vollzugsaufgaben kann das Tragen einer Dienstwaffe erforderlich sein.
Uniform und Waffe sind daher zwei unterschiedliche Punkte. Nur weil du in einem Bereich Dienstkleidung trägst, lässt sich daraus nicht automatisch ableiten, dass du bei jeder Tätigkeit bewaffnet bist.
Erscheinungsbild gehört zum Beruf
Wenn du Dienstkleidung trägst, repräsentierst du den Zoll unmittelbar nach außen. Entsprechend wird von dir ein professionelles Auftreten erwartet.
Das betrifft nicht nur die Kleidung selbst. Auch dein Verhalten gegenüber Bürgerinnen und Bürgern ist wichtig. Freundlichkeit, Sachlichkeit und ein respektvoller Umgang bleiben auch bei schwierigen Kontrollsituationen entscheidend.
Die Uniform verleiht dir keine besondere persönliche Stellung gegenüber anderen Menschen. Sie zeigt vielmehr, dass du eine staatliche Aufgabe wahrnimmst und dabei bestimmte Befugnisse und Pflichten hast.
Gerade deshalb solltest du im Dienst verantwortungsbewusst auftreten.
Uniform als Teil der Berufswahl
Wenn du dich beim Zoll bewirbst, solltest du dir nicht nur überlegen, ob dir die Ausbildung oder das duale Studium gefällt. Auch die späteren Arbeitsbedingungen gehören zu deiner Entscheidung.
Dazu zählen beispielsweise Schichtdienst, mögliche Außendiensteinsätze und eben die Bereitschaft, Dienstkleidung zu tragen.
Im mündlichen Auswahlverfahren kann es hilfreich sein, wenn du dich bereits mit solchen Rahmenbedingungen beschäftigt hast. Du solltest zeigen können, dass du weißt, worauf du dich bewirbst und dass du grundsätzlich bereit bist, die Anforderungen des Berufs zu erfüllen.
Der Ausbildungspark Verlag ist als Fachverlag auf die Vorbereitung auf Einstellungstests und Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst spezialisiert. Zu einer gründlichen Vorbereitung gehört deshalb auch, sich mit dem tatsächlichen Berufsalltag und den Arbeitsbedingungen beim Zoll auseinanderzusetzen.
Fazit
Beim Zoll wird die Uniform offiziell als Dienstkleidung bezeichnet. Sie gehört vor allem in Bereichen zum Berufsalltag, in denen Zöllnerinnen und Zöllner nach außen erkennbar auftreten müssen, beispielsweise bei bestimmten Kontroll- und Vollzugsaufgaben.
Wenn du dich für den mittleren oder gehobenen Zolldienst bewirbst, solltest du grundsätzlich bereit sein, Dienstkleidung zu tragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass du während deiner gesamten Karriere täglich in Uniform arbeitest. In zahlreichen Verwaltungs- und Fachbereichen kann auch Zivilkleidung üblich sein.
Welche Kleidung du später tatsächlich trägst, hängt deshalb vor allem von deinem Einsatzbereich und deinen dienstlichen Aufgaben ab. Wenn du dir grundsätzlich vorstellen kannst, den Zoll bei entsprechenden Tätigkeiten in Dienstkleidung nach außen zu vertreten, erfüllst du eine wichtige Voraussetzung für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Zollverwaltung.
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