Mathematiktest beim Zoll
Zoll-ABC
Mathematik gehört zu den offiziell genannten Prüfungsbereichen im schriftlichen Auswahlverfahren des Zolls. Wenn du dich für die Ausbildung im mittleren Zolldienst oder das duale Studium im gehobenen Zolldienst bewirbst, werden neben Sprachverständnis und Allgemeinwissen auch deine Mathematikkenntnisse geprüft.
Dabei geht es weniger darum, besonders komplizierte Schulmathematik zu beherrschen. Entscheidend ist vor allem, dass du mathematische Zusammenhänge verstehst, Aufgabenstellungen richtig erfasst und auch unter Zeitdruck zuverlässig rechnest.
Inhalte:
- Mathematik ist Teil des schriftlichen Einstellungstests
- Welche Mathematikaufgaben können vorkommen?
- Taschenrechner ist erlaubt
- Nicht zu viel Zeit mit einer Aufgabe verlieren
- Textaufgaben genau lesen
- Verwaltungsinformatik: deutlich konkretere Mathematikvorgaben
- Wie kannst du dich vorbereiten?
- Mathematik nicht isoliert trainieren
- Fazit
Mathematik ist Teil des schriftlichen Einstellungstests
Der schriftliche Test dauert nach den aktuellen offiziellen Informationen beim mittleren Dienst bis zu 3,5 Stunden und beim gehobenen Dienst bis zu vier Stunden. Innerhalb dieser Zeit werden mehrere Testbereiche bearbeitet, darunter die Mathematikkenntnisse.
Der Mathematikteil ist also kein eigener Prüfungstag. Er ist Bestandteil des gesamten schriftlichen Auswahlverfahrens.
Wie viele Mathematikaufgaben dir konkret gestellt werden oder wie viel Bearbeitungszeit auf diesen Bereich entfällt, veröffentlicht der Zoll auf seinen allgemeinen Karriereinformationen derzeit nicht verbindlich.
Welche Mathematikaufgaben können vorkommen?
Für deine Vorbereitung solltest du vor allem mathematische Grundlagen sicher beherrschen. Sinnvoll sind beispielsweise Übungen zu:
- Grundrechenarten
- Brüche und Dezimalzahlen
- Prozentrechnung
- Dreisatz, Verhältnisrechnung
- Text- und Sachaufgaben
- Größen, Einheiten und Umrechnungen
- Potenzen und Logarithmen
Taschenrechner ist erlaubt
Eine wichtige Besonderheit des Zoll-Einstellungstests: Beim schriftlichen Auswahlverfahren für den mittleren und gehobenen Zolldienst ist ein Taschenrechner ausdrücklich erlaubt. Darauf weist der Zoll in seinen offiziellen Informationen hin.
Das bedeutet aber nicht, dass du auf mathematische Grundkenntnisse verzichten kannst. Der Taschenrechner führt lediglich die von dir eingegebenen Rechenoperationen aus. Du musst selbst erkennen, welche Rechnung notwendig ist.
Gerade bei Textaufgaben ist deshalb zunächst entscheidend, die Aufgabenstellung richtig zu verstehen und einen passenden Lösungsweg zu entwickeln.
Nicht zu viel Zeit mit einer Aufgabe verlieren
Der gesamte schriftliche Einstellungstest ist zeitlich begrenzt. Deshalb solltest du bei deiner Vorbereitung nicht nur darauf achten, eine Aufgabe korrekt zu lösen, sondern auch darauf, zügig und strukturiert zu arbeiten.
Wenn du bei jeder Berechnung mehrere Minuten überlegen musst, fehlt dir diese Zeit möglicherweise später in anderen Testbereichen.
Trainiere deshalb regelmäßig unter Zeitvorgaben. Ziel sollte sein, häufig benötigte Rechenwege schnell zu erkennen und grundlegende Berechnungen sicher durchführen zu können.
Textaufgaben genau lesen
Ein häufiger Fehler bei Mathematiktests entsteht nicht beim eigentlichen Rechnen, sondern bereits beim Lesen der Aufgabe.
Achte beispielsweise darauf:
- Welche Größen sind gegeben?
- Welche Größe wird gesucht?
- Sind alle Angaben für die Lösung erforderlich?
- Müssen Einheiten umgerechnet werden?
- Ist nach einem absoluten Wert oder einem prozentualen Anteil gefragt?
Wenn du die Aufgabenstellung falsch interpretierst, hilft dir auch ein korrekt bedienter Taschenrechner nicht weiter.
Verwaltungsinformatik: deutlich konkretere Mathematikvorgaben
Wenn du dich für das duale Studium Verwaltungsinformatik beim Zoll bewirbst, gilt ein eigenes Auswahlverfahren.
Geprüft werden unter anderem mathematische Grundregeln, Dreisatz beziehungsweise Wahrscheinlichkeitsrechnung, Prozentrechnung, Potenzen und Logarithmen sowie Textaufgaben.
Eine wichtige Besonderheit: Für diesen aktuellen Auswahltest der Verwaltungsinformatik gibt der Zoll ausdrücklich an, dass kein Taschenrechner zugelassen ist.
Damit unterscheidet sich dieses Verfahren klar vom klassischen schriftlichen Test für den mittleren und gehobenen Zolldienst, bei dem ein Taschenrechner erlaubt ist.
Wie kannst du dich vorbereiten?
Beginne am besten mit den mathematischen Grundlagen. Wenn Prozentrechnung, Dreisatz oder Bruchrechnung noch unsicher sind, solltest du diese Themen zunächst ohne großen Zeitdruck wiederholen.
Anschließend kannst du schwierigere Sachaufgaben und komplette Testsimulationen bearbeiten. Dabei solltest du deinen Taschenrechner bei der Vorbereitung genauso einsetzen, wie du ihn später im klassischen Zoll-Auswahlverfahren verwenden möchtest.
Gewöhne dich außerdem daran, Ergebnisse kurz auf Plausibilität zu prüfen. Wenn beispielsweise ein Preis nach einer Erhöhung plötzlich kleiner ist als vorher, sollte dir sofort auffallen, dass etwas nicht stimmen kann.
Der Ausbildungspark Verlag ist als Fachverlag auf die Vorbereitung auf Einstellungstests und Auswahlverfahren spezialisiert. Mit Aufgaben zu Mathematik und Zahlenverständnis kannst du gezielt trainieren, Rechenwege schneller zu erkennen und auch unter Zeitdruck sicher zu arbeiten.
Mathematik nicht isoliert trainieren
Der Mathematiktest ist nur ein Teil des schriftlichen Auswahlverfahrens. Der Zoll prüft beim mittleren und gehobenen Dienst außerdem Sprachverständnis und Allgemeinwissen.
Deshalb solltest du deine Vorbereitung nicht ausschließlich auf Mathe konzentrieren. Eine realistische Testsimulation kombiniert verschiedene Aufgabenbereiche hintereinander. Damit trainierst du gleichzeitig deine Konzentration und die Fähigkeit, schnell zwischen unterschiedlichen Anforderungen umzuschalten.
Fazit
Der Mathematiktest beim Zoll ist Bestandteil des schriftlichen Auswahlverfahrens für den mittleren und gehobenen Zolldienst. Der Zoll nennt Mathematikkenntnisse neben Sprachverständnis und Allgemeinwissen ausdrücklich als Prüfungsbereich.
Ein Taschenrechner ist dabei erlaubt. Trotzdem solltest du mathematische Grundlagen sicher beherrschen, Textaufgaben genau lesen und unter Zeitdruck strukturiert rechnen können.
Für Bewerber der Verwaltungsinformatik gelten eigene Anforderungen. Dort veröffentlicht der Zoll einen detaillierteren Mathematikkatalog und erlaubt aktuell keinen Taschenrechner.
Wenn du Grundrechenarten, Prozentrechnung, Dreisatz und typische Sachaufgaben regelmäßig trainierst, schaffst du eine solide Grundlage für den mathematischen Teil deines Zoll-Auswahlverfahrens.
Unsere Empfehlungen für dich:
Auswahlverfahren Zoll
Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Einstellungstest, Arbeitsprobe, Assessment Center, Erfahrungen
inkl. MwSt.
