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Verwaltungsinformatik und IT-Berufe beim Zoll

Zoll-ABC

Moderne Zollverwaltung funktioniert längst nicht mehr nur mit Akten, Kontrollen und Formularen. Zahlreiche Arbeitsabläufe laufen digital ab, große Datenmengen müssen verarbeitet werden und komplexe IT-Verfahren unterstützen die tägliche Arbeit. Deshalb benötigt der Zoll neben klassischen Zöllnerinnen und Zöllnern auch Verwaltungsinformatiker und IT-Fachkräfte.

Wenn du dich für Informatik interessierst, stehen dir grundsätzlich verschiedene Wege offen. Du kannst direkt nach der Schule das duale Studium Verwaltungsinformatik beginnen oder mit einer bereits abgeschlossenen IT-Ausbildung beziehungsweise einem informationstechnischen Hochschulabschluss als Fachkraft einsteigen.

Was ist Verwaltungsinformatik?

Verwaltungsinformatik verbindet zwei Bereiche, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken: Informationstechnik und öffentliche Verwaltung.

Im Zoll müssen IT-Systeme nicht nur technisch funktionieren. Sie müssen auch die rechtlichen Vorgaben und besonderen Arbeitsabläufe einer Bundesbehörde berücksichtigen. Genau an dieser Schnittstelle werden Verwaltungsinformatiker eingesetzt.

Du beschäftigst dich deshalb nicht ausschließlich mit Programmierung. Zum Studium gehören auch Inhalte, die dir zeigen, wie eine öffentliche Verwaltung funktioniert und wie IT-Lösungen an fachliche Anforderungen angepasst werden.

Das macht Verwaltungsinformatik besonders interessant, wenn du Technik spannend findest, aber nicht ausschließlich als klassischer Softwareentwickler arbeiten möchtest.

Duales Studium Verwaltungsinformatik

Der Zoll bietet Verwaltungsinformatik als dreijähriges duales Studium an. Nach erfolgreichem Abschluss erhältst du den Bachelor of Science, kurz B.Sc.

Die Studienabschnitte finden in Münster statt. Theorie und Praxis wechseln sich während des Studiums ab. In den Praxisphasen arbeitest du in der zollinternen IT und lernst dadurch frühzeitig die tatsächlichen technischen Anforderungen der Zollverwaltung kennen.

Das duale Modell hat einen großen Vorteil: Du beschäftigst dich nicht mehrere Jahre nur theoretisch mit Informatik, sondern kannst dein Wissen unmittelbar in der Verwaltungspraxis anwenden.

Was lernst du im Studium?

Das Studium kombiniert Informatik mit verwaltungsbezogenen Fachgebieten. Du wirst auf Tätigkeiten vorbereitet, bei denen technische Systeme und fachliche Anforderungen zusammengebracht werden müssen.

Dabei geht es beispielsweise darum, IT-Verfahren zu verstehen, Anforderungen an Anwendungen zu analysieren und technische Lösungen so zu gestalten, dass sie den Aufgaben einer modernen Bundesverwaltung entsprechen.

Neben technischen Fähigkeiten brauchst du deshalb auch analytisches Denken und ein Verständnis dafür, wie Prozesse organisiert werden.

Du solltest Freude daran haben, Probleme systematisch zu lösen. Gleichzeitig musst du bereit sein, dich mit Regeln und fachlichen Anforderungen auseinanderzusetzen. Verwaltungsinformatik ist daher mehr als reine Programmierung.

Welche Voraussetzungen brauchst du?

Für das duale Studium benötigst du grundsätzlich die allgemeine Hochschulreife, die volle Fachhochschulreife oder eine entsprechende anerkannte berufliche Qualifikation. Außerdem solltest du ein echtes Interesse an Informationstechnik mitbringen.

Du musst vor dem Studium aber kein fertiger Programmierer sein. Entscheidend ist vielmehr, dass dir mathematisch-logisches Denken liegt und du bereit bist, dich intensiv mit IT-Themen auseinanderzusetzen.

Gute Englischkenntnisse sind ebenfalls hilfreich. Viele Fachbegriffe, Dokumentationen und technische Zusammenhänge aus der Informatik sind englischsprachig.

Eigenes Auswahlverfahren für Verwaltungsinformatik

Wenn du dich für Verwaltungsinformatik bewirbst, durchläufst du ein eigenes Auswahlverfahren. Dieses besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Der schriftliche Test dauert aktuell etwa zweieinhalb Stunden. Geprüft werden unter anderem Mathematik, Logik, deutsches Sprachverständnis, Englisch sowie Allgemein- und IT-Basiswissen.

Damit unterscheidet sich das Auswahlverfahren in einzelnen Punkten vom klassischen Auswahlverfahren für den mittleren oder gehobenen Zolldienst.

Du solltest dich deshalb gezielt auf Verwaltungsinformatik vorbereiten. Besonders wichtig sind mathematische Grundlagen, logisches Denken und ein solides Verständnis grundlegender IT-Begriffe.

Auch der Ausbildungspark Verlag bietet als Fachverlag Vorbereitungsmöglichkeiten für Einstellungstests und Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst. Bei Verwaltungsinformatik lohnt es sich besonders, nicht nur klassische Eignungstestaufgaben zu trainieren, sondern auch das eigene IT-Grundwissen zu überprüfen.

Was machst du nach dem Studium?

Nach deinem Abschluss kannst du in der IT der Zollverwaltung eingesetzt werden. Dort arbeitest du an den digitalen Verfahren mit, die für die tägliche Arbeit des Zolls notwendig sind.

Die Möglichkeiten reichen von der Betreuung und Weiterentwicklung von IT-Anwendungen bis hin zu Aufgaben an der Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und Technik.

Dabei kann es beispielsweise darum gehen, Anforderungen aus einem Fachbereich zu erfassen und daraus technische Lösungen zu entwickeln. Ebenso müssen bestehende Systeme weiterentwickelt und an neue gesetzliche oder organisatorische Anforderungen angepasst werden.

Gerade diese Schnittstellenfunktion macht Verwaltungsinformatiker wertvoll: Du sollst sowohl die technische als auch die verwaltungsfachliche Seite verstehen.

IT-Sicherheit wird immer wichtiger

Eine moderne Bundesbehörde verarbeitet große Mengen sensibler Daten. Entsprechend wichtig ist die Sicherheit der verwendeten IT-Systeme.

IT-Fachkräfte müssen dafür sorgen, dass Systeme zuverlässig funktionieren und Informationen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst die Bedeutung solcher Aufgaben weiter.

Wenn du dich besonders für Netzwerke, Systeme, IT-Sicherheit oder technische Infrastrukturen interessierst, können sich daher ebenfalls interessante Einsatzmöglichkeiten ergeben.

IT beim Zoll bedeutet also keineswegs nur, Programme zu schreiben.

Direkteinstieg als IT-Fachkraft

Das duale Studium Verwaltungsinformatik ist nicht der einzige Weg in die Zoll-IT.

Wenn du bereits eine abgeschlossene IT-Berufsausbildung oder einen informationstechnischen Hochschulabschluss besitzt, kannst du dich auch direkt auf entsprechende Stellen bewerben. Der Zoll sucht regelmäßig IT-Fachkräfte mit unterschiedlicher beruflicher Erfahrung.

Das ist beispielsweise für Fachinformatiker, Informatiker oder andere technisch qualifizierte Bewerber interessant.

Welche Ausbildung oder welches Studium für eine konkrete Stelle verlangt wird, hängt vom jeweiligen Aufgabenbereich ab. Deshalb solltest du die Voraussetzungen einer Stellenausschreibung genau prüfen.

Nicht jeder IT-Beruf führt über die Beamtenlaufbahn

Beim Zoll arbeiten nicht ausschließlich Beamtinnen und Beamte. Gerade beim Direkteinstieg für Spezialisten gibt es auch Tarifbeschäftigte.

Ob eine Stelle im Beamtenverhältnis oder als Tarifbeschäftigung angeboten wird, ergibt sich aus der jeweiligen Ausschreibung.

Das unterscheidet den Direkteinstieg von Verwaltungsinformatik als dualem Laufbahnweg. Wenn du direkt von der Schule kommst und eine Kombination aus Studium, Verwaltung und IT suchst, ist Verwaltungsinformatik besonders interessant. Hast du bereits eine fertige IT-Qualifikation, kann dagegen eine ausgeschriebene Fachstelle der passendere Einstieg sein.

Für wen eignet sich Verwaltungsinformatik?

Das Studium passt zu dir, wenn du Technik magst, logisch denkst und gleichzeitig Interesse an staatlichen Aufgaben hast.

Du solltest dich nicht nur dafür interessieren, wie ein Programm funktioniert. Ebenso spannend sollte für dich sein, warum eine Behörde eine bestimmte Anwendung benötigt und welche Anforderungen sie erfüllen muss.

Wenn du dagegen möglichst ausschließlich kreativ programmieren möchtest und mit Verwaltung, rechtlichen Vorgaben oder organisatorischen Prozessen wenig anfangen kannst, solltest du genau prüfen, ob Verwaltungsinformatik zu deinen Vorstellungen passt.

Gute Perspektiven für IT-Fachkräfte

Die Digitalisierung macht qualifizierte IT-Beschäftigte für den Zoll dauerhaft wichtig. Die Behörde bietet deshalb neben den klassischen Karrierewegen ausdrücklich Möglichkeiten für Verwaltungsinformatiker und erfahrene IT-Fachkräfte.

Dazu kommt die große Vielfalt einer Bundesbehörde. IT wird benötigt, um interne Verwaltungsprozesse ebenso zu unterstützen wie die zahlreichen Fachverfahren des Zolls.

Du kannst damit technisches Know-how mit einer Tätigkeit verbinden, die unmittelbar zur Funktionsfähigkeit einer großen öffentlichen Verwaltung beiträgt.

Fazit

Verwaltungsinformatik und IT-Berufe bieten dir beim Zoll eine Alternative zum klassischen Zolldienst. Besonders für technisch interessierte Bewerber ist das dreijährige duale Studium Verwaltungsinformatik attraktiv. Es verbindet Informatik, Verwaltung und praktische Arbeit in der zollinternen IT und führt zum Bachelor of Science.

Daneben bietet der Zoll auch erfahrenen IT-Fachkräften Einstiegsmöglichkeiten. Mit einer passenden Berufsausbildung oder einem informationstechnischen Hochschulabschluss kannst du dich direkt auf entsprechende Stellen bewerben.

Wenn du logisch denkst, dich für digitale Systeme interessierst und gleichzeitig einen Beruf in der Bundesverwaltung suchst, können Verwaltungsinformatik und die verschiedenen IT-Tätigkeiten beim Zoll daher besonders interessante Karrierewege für dich sein.

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