Arbeitszeiten beim Zoll
Zoll-ABC
Wie sehen die Arbeitszeiten beim Zoll aus? Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Der Zoll bietet sehr unterschiedliche Tätigkeiten, vom klassischen Büroarbeitsplatz über Prüfungs- und Ermittlungsdienste bis hin zu Kontrollen und Fahndungseinsätzen. Entsprechend unterschiedlich kann auch dein Arbeitsalltag aussehen.
Die gute Nachricht für alle, die Wert auf planbare Freizeit legen: In vielen Bereichen des Zolls kannst du Beginn und Ende deiner Arbeitszeit flexibel gestalten. Je nach Aufgabe besteht außerdem die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten. Gleichzeitig musst dir bewusst sein, dass bestimmte Einsatzbereiche nicht nur von Montag bis Freitag zu klassischen Bürozeiten funktionieren. Wer beispielsweise im Kontroll- oder Vollzugsdienst eingesetzt wird, muss auch mit Schichtdienst rechnen.
Inhalte:
- Flexible Arbeitszeiten in vielen Bereichen
- Musst du beim Zoll im Schichtdienst arbeiten?
- Schichtdienst bedeutet nicht automatisch starre Arbeitszeiten
- Ist Homeoffice beim Zoll möglich?
- Arbeitszeiten unterscheiden sich nach dem Einsatzbereich
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- Arbeitszeit schon bei der Berufswahl berücksichtigen
- Kann die Frage nach Schichtdienst im Vorstellungsgespräch kommen?
- Fazit
Flexible Arbeitszeiten in vielen Bereichen
Nach deiner Ausbildung oder deinem dualen Studium stehen dir beim Zoll zahlreiche Einsatzmöglichkeiten offen. Arbeitest du beispielsweise in einem Bereich mit überwiegender Sachbearbeitung, können deine Arbeitszeiten häufig flexibel gestaltet werden. Der Zoll nennt die flexible Gestaltung von Beginn und Ende der Arbeitszeit ausdrücklich als Vorteil des Arbeitgebers.
Das bedeutet jedoch nicht, dass du völlig frei entscheiden kannst, wann du arbeitest. Deine Arbeitszeit muss natürlich zu den Anforderungen deiner Dienststelle und deines Aufgabenbereichs passen. Besprechungen, Öffnungs- und Servicezeiten oder gemeinsame Arbeitsabläufe können vorgeben, wann du erreichbar beziehungsweise anwesend sein musst.
Trotzdem bietet dir der Zoll in vielen Bereichen vergleichsweise gute Möglichkeiten, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren.
Musst du beim Zoll im Schichtdienst arbeiten?
Schichtdienst gehört beim Zoll grundsätzlich zum Berufsbild. Bereits bei den Voraussetzungen für die Ausbildung im mittleren Zolldienst weist der Zoll darauf hin, dass du bereit sein musst, im Schichtdienst zu arbeiten. Gleiches gilt für das duale Studium im gehobenen Zolldienst. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Zöllnerin und jeder Zöllner dauerhaft Schichtdienst leistet. Ob du tatsächlich nach einem Schichtplan arbeitest, hängt von deinem späteren Einsatzbereich ab.
Bei Tätigkeiten, die an feste Büro- und Verwaltungsabläufe gebunden sind, sieht der Arbeitstag anders aus als beispielsweise bei Kontrollen, Fahndungsmaßnahmen oder anderen operativen Aufgaben. Gerade Tätigkeiten des Zolls, die unabhängig von klassischen Bürozeiten durchgeführt werden müssen, können Einsätze am frühen Morgen, am Abend, nachts oder am Wochenende erforderlich machen. Wenn du dich beim Zoll bewirbst, solltest du deshalb grundsätzlich bereit sein, flexibel eingesetzt zu werden.
Schichtdienst bedeutet nicht automatisch starre Arbeitszeiten
Auch beim Schichtdienst versucht der Zoll, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern. Auf seiner Karriereseite zum Audit „berufundfamilie“ nennt der Zoll ausdrücklich die Weiterentwicklung eines flexiblen Schichtdienstes. Dabei sollen Flexibilisierungsmöglichkeiten in Bereichen mit Schichtdienst, Servicezeiten und festen Öffnungszeiten genutzt werden.
Das ist gerade für Beschäftigte interessant, die Familie, Freizeit oder andere private Verpflichtungen mit ihrem Beruf vereinbaren möchten. Natürlich bleibt ein Schichtdienst weniger frei planbar als ein Arbeitsplatz mit flexibler Büroarbeitszeit. Trotzdem zeigen die Maßnahmen, dass auch solche Tätigkeitsbereiche nicht automatisch mit völlig starren Dienstplänen verbunden sein müssen.
Ist Homeoffice beim Zoll möglich?
Auch mobiles Arbeiten beziehungsweise Homeoffice gehört inzwischen zu den Angeboten des Zolls. Die offizielle Karriereseite nennt mobiles Arbeiten im Homeoffice ausdrücklich unter den Chancen und Benefits des Arbeitgebers. Ob und in welchem Umfang du tatsächlich von zu Hause arbeiten kannst, hängt aber stark von deiner Tätigkeit ab. Eine Sachbearbeitung, bei der viele Aufgaben digital erledigt werden können, bietet naturgemäß andere Möglichkeiten als eine Kontrolle vor Ort oder ein operativer Einsatz.
Du solltest deshalb nicht davon ausgehen, dass jede Stelle beim Zoll automatisch eine bestimmte Zahl an Homeoffice-Tagen beinhaltet. Entscheidend sind dein konkreter Arbeitsplatz und die dienstlichen Anforderungen.
Arbeitszeiten unterscheiden sich nach dem Einsatzbereich
Gerade diese Unterschiede machen es schwierig, von „den Arbeitszeiten beim Zoll“ zu sprechen. Zwei Personen können dieselbe Ausbildung absolviert haben und später trotzdem völlig unterschiedliche Arbeitszeiten haben. Arbeitest du beispielsweise in einer Verwaltungs- oder Sachbearbeitungsstelle, ist dein Tagesablauf häufig stärker an normalen Bürozeiten orientiert und kann in vielen Bereichen flexibel gestaltet werden. Bei operativen Tätigkeiten können dagegen Schichtdienst und wechselnde Einsatzzeiten dazugehören.
Dass die Zollverwaltung sehr unterschiedliche Arbeitsplätze bietet, zeigt sich auch bei aktuellen Stellenausschreibungen auf dem Karriereportal des Bundes. Dort werden Stellen der Generalzolldirektion und der Hauptzollämter beispielsweise als Vollzeitstellen ausgeschrieben, wobei sich die konkreten Bedingungen nach dem jeweiligen Arbeitsplatz richten.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Flexible Arbeitszeiten sind beim Zoll auch Teil einer größeren Strategie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Zollverwaltung beschäftigt sich im Rahmen des Audits „berufundfamilie“ ausdrücklich mit familienbewussten Arbeitsbedingungen. Neben flexibleren Arbeitszeitmodellen werden dabei auch Möglichkeiten für Beschäftigte berücksichtigt, die in Schicht-, Service- oder Öffnungszeitenbereichen arbeiten.
Zu den Arbeitgeberleistungen zählt der Zoll außerdem mobiles Arbeiten. Darüber hinaus nennt die offizielle Karriereseite 30 Tage Erholungsurlaub jährlich sowie verschiedene Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge. Damit kann eine Karriere beim Zoll auch dann interessant sein, wenn dir neben einem sicheren Arbeitsplatz eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wichtig ist.
Arbeitszeit schon bei der Berufswahl berücksichtigen
Wenn du über eine Bewerbung beim Zoll nachdenkst, solltest du dich nicht nur mit Einstellungstest, Gehalt und Karrierechancen beschäftigen. Überlege dir auch, welche Art von Arbeitsalltag zu dir passt.
Möchtest du möglichst regelmäßig zu ähnlichen Zeiten arbeiten und schätzt einen planbaren Büroalltag, können bestimmte Verwaltungs- und Sachbearbeitungsbereiche interessant sein. Reizt dich dagegen eine abwechslungsreiche operative Tätigkeit, solltest du bereit sein, dafür auch flexiblere Einsatzzeiten und gegebenenfalls Schichtdienst in Kauf zu nehmen.
Für die Bewerbung um die Ausbildung im mittleren Dienst und das duale Studium im gehobenen Dienst ist die grundsätzliche Bereitschaft zum Schichtdienst ohnehin eine ausdrücklich genannte Voraussetzung.
Kann die Frage nach Schichtdienst im Vorstellungsgespräch kommen?
Deine Bereitschaft zu unterschiedlichen Arbeitszeiten kann auch für das Auswahlverfahren relevant sein. Wenn du dich für eine Laufbahn bewirbst, bei der der Zoll ausdrücklich Schichtdienstbereitschaft erwartet, solltest du dich mit diesem Punkt vor deinem Vorstellungsgespräch beschäftigen.
Eine Antwort wie „Nachts oder am Wochenende möchte ich grundsätzlich nie arbeiten“ dürfte kaum zu einer Laufbahn passen, bei der Flexibilität ausdrücklich vorausgesetzt wird. Sinnvoller ist es, sich bereits vor der Bewerbung klarzumachen, dass der Zoll eine Sicherheits- und Wirtschaftsverwaltung mit zahlreichen operativen Aufgaben ist und manche Tätigkeiten nicht ausschließlich zu normalen Bürozeiten stattfinden können.
Neben den schriftlichen Testbereichen lohnt es sich, auch typische Fragen zu Arbeitsbedingungen, Motivation und deiner persönlichen Einsatzbereitschaft für das mündliche Auswahlverfahren vorzubereiten. Der Ausbildungspark Verlag ist auf die Vorbereitung auf Einstellungstests und Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst spezialisiert.
Fazit
Die Arbeitszeiten beim Zoll hängen stark davon ab, wo du später eingesetzt wirst. In vielen Bereichen kannst du Beginn und Ende deiner Arbeitszeit flexibel gestalten, und bei geeigneten Tätigkeiten ist auch mobiles Arbeiten beziehungsweise Homeoffice möglich. Gleichzeitig gehört Schichtdienst grundsätzlich zum Berufsbild. Für Bewerberinnen und Bewerber des mittleren und gehobenen Zolldienstes nennt der Zoll die Bereitschaft dazu ausdrücklich als Voraussetzung.
Du solltest deshalb nicht mit einem einzigen Arbeitszeitmodell rechnen. Ein Büroarbeitsplatz beim Zoll kann einen ganz anderen Tagesablauf bieten als ein Einsatz im Vollzugs- oder Kontrollbereich. Genau diese Vielfalt ist aber auch ein Vorteil: Im Laufe deiner Karriere stehen dir zahlreiche Tätigkeitsfelder mit unterschiedlichen Arbeitsbedingungen offen.
Unsere Empfehlungen für dich:
Auswahlverfahren Zoll
Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Einstellungstest, Arbeitsprobe, Assessment Center, Erfahrungen
inkl. MwSt.
