Wissenstest beim Zoll
Zoll-ABC
Der Wissenstest beim Zoll gehört zum schriftlichen Auswahlverfahren für den mittleren und den gehobenen Zolldienst. Dabei wird deine Allgemeinbildung überprüft. Gefragt ist also nicht nur schulisches Fachwissen. Du solltest auch gesellschaftliche Zusammenhänge verstehen, aktuelle Entwicklungen einordnen können und dich bereits mit deinem möglichen Arbeitgeber beschäftigt haben.
Der Wissenstest ist nur ein Teil des schriftlichen Auswahlverfahrens. Daneben können unter anderem Aufgaben zum Sprachverständnis, zum Logik- und Zahlenverständnis, zur Textanalyse und eine schriftliche Arbeitsprobe auf dich zukommen. Trotzdem solltest du den Wissensteil nicht unterschätzen. Allgemeinbildung lässt sich schwer innerhalb weniger Tage nachholen. Eine frühzeitige und regelmäßige Vorbereitung ist deshalb sinnvoll.
Inhalte:
- Was wird im Wissenstest geprüft?
- Welche Themen solltest du vorbereiten?
- Zollwissen nicht vergessen
- Der offizielle Wissenstest zur Vorbereitung
- Aktuelles Wissen regelmäßig aufbauen
- Fakten nicht nur auswendig lernen
- Wissenstest unter Zeitdruck üben
- Mittlerer und gehobener Zolldienst
- Besonderheit Verwaltungsinformatik
- Typische Fehler bei der Vorbereitung
- Fazit
Was wird im Wissenstest geprüft?
Der Zoll bezeichnet diesen Bereich ausdrücklich als Allgemeinbildung beziehungsweise Wissenstest. Damit unterscheidet er sich von Prüfungsbereichen wie Mathematik oder Sprachverständnis, für die du bestimmte Rechenwege oder Rechtschreibregeln gezielt trainieren kannst.
Beim Wissenstest geht es darum, ob du über ein solides Grundwissen verfügst und wichtige Zusammenhänge erkennen kannst. Ein zukünftiger Zollbeamter sollte schließlich nicht nur einzelne Vorschriften anwenden können, sondern auch verstehen, in welchem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld die Bundesverwaltung arbeitet.
Du musst dafür kein wandelndes Lexikon sein. Entscheidend ist vielmehr eine breite Wissensbasis.
Welche Themen solltest du vorbereiten?
Da der Zoll den Testbereich allgemein als Allgemeinbildung beschreibt, solltest du deine Vorbereitung möglichst breit aufstellen. Sinnvoll sind insbesondere Themen, die für einen Bewerber im öffentlichen Dienst relevant sind.
Dazu gehören beispielsweise der deutsche Staat und seine politischen Strukturen. Du solltest grundlegende Begriffe wie Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundespräsident einordnen können. Auch die Aufgaben der Europäischen Union und wichtige europäische Institutionen sind sinnvolle Themen für die Vorbereitung.
Darüber hinaus lohnt sich ein solides Grundwissen über Wirtschaft und Gesellschaft. Ebenso solltest du größere aktuelle Ereignisse zumindest in ihren Grundzügen kennen.
Natürlich ist auch Wissen über den Zoll selbst wichtig. Wer sich dort bewirbt, sollte beispielsweise wissen, welche Aufgaben die Zollverwaltung übernimmt und dass sie deutlich mehr macht als Gepäckkontrollen am Flughafen.
Zollwissen nicht vergessen
Unabhängig vom eigentlichen Allgemeinwissen solltest du dich vor dem Auswahlverfahren intensiv mit deinem zukünftigen Arbeitgeber beschäftigen.
Informiere dich darüber, welche Aufgaben der Zoll hat, wie die Zollverwaltung grundsätzlich aufgebaut ist und welche beruflichen Möglichkeiten es gibt. Du solltest beispielsweise wissen, dass der Zoll unter anderem Abgaben erhebt, Warenströme kontrolliert, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung bekämpft sowie gegen verschiedene Formen der Zollkriminalität vorgeht.
Auch die Unterschiede zwischen mittlerem und gehobenem Zolldienst solltest du kennen, wenn du dich für einen dieser Karrierewege beworben hast.
Solches Wissen hilft dir nicht nur beim schriftlichen Test. Spätestens im mündlichen Auswahlverfahren solltest du erklären können, warum du dich für den Zoll entschieden hast.
Der offizielle Wissenstest zur Vorbereitung
Der Zoll bietet zusätzlich einen eigenen Selbst- und Wissenstest für Interessierte an. Damit kannst du bereits vor deiner Bewerbung überprüfen, wie gut dein zöllnerisches Grundwissen ist.
Dieser Online-Test ist eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob du dich schon ausreichend mit dem Zoll beschäftigt hast. Er hilft dir außerdem dabei, typische Wissenslücken zu erkennen.
Du solltest diesen Test allerdings nicht mit dem vollständigen schriftlichen Auswahlverfahren verwechseln. Er dient vor allem zur Orientierung und Vorbereitung auf eine mögliche Karriere beim Zoll.
Wenn du dort Fragen nicht beantworten kannst, ist das deshalb kein Grund zur Sorge. Nutze das Ergebnis vielmehr als Hinweis darauf, mit welchen Themen du dich noch intensiver beschäftigen solltest.
Aktuelles Wissen regelmäßig aufbauen
Allgemeinwissen lässt sich am besten über einen längeren Zeitraum entwickeln. Wenn dein Auswahlverfahren erst in einigen Monaten stattfindet, solltest du diese Zeit nutzen.
Informiere dich regelmäßig über wichtige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei musst du nicht jeden Tag stundenlang Nachrichten verfolgen. Schon wenige Minuten täglich können ausreichen, wenn du konsequent dranbleibst.
Wichtig ist, Informationen nicht nur zu lesen, sondern auch zu verstehen. Wenn beispielsweise von einer Entscheidung des Bundestags die Rede ist, solltest du wissen, welche Funktion der Bundestag überhaupt hat.
So verbindest du aktuelle Informationen mit grundlegender Allgemeinbildung.
Fakten nicht nur auswendig lernen
Beim Lernen ist es verlockend, möglichst viele Zahlen, Namen und Begriffe auswendig zu lernen. Das kann bei einzelnen Fragen helfen, sollte aber nicht deine gesamte Vorbereitung ausmachen.
Versuche stattdessen, Zusammenhänge zu verstehen.
Wenn du dich mit der Europäischen Union beschäftigst, solltest du beispielsweise nicht nur einzelne Mitgliedstaaten kennen. Interessanter ist auch, welche Aufgaben wichtige Institutionen übernehmen und wie Deutschland in die europäische Zusammenarbeit eingebunden ist.
Ähnlich solltest du beim Zoll vorgehen. Es bringt dir mehr, die Aufgabenbereiche grundsätzlich zu verstehen, als eine lange Liste von Behördenbezeichnungen auswendig zu lernen.
Wissenstest unter Zeitdruck üben
Im echten Auswahlverfahren steht dir nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung. Deshalb solltest du Wissensfragen später auch unter Zeitbedingungen bearbeiten.
Bei einer Frage, deren Antwort du sicher kennst, solltest du nicht unnötig lange überlegen. Schwieriger wird es bei Fragen, bei denen zwei Antwortmöglichkeiten plausibel erscheinen.
Hier hilft häufig das Ausschlussverfahren. Prüfe zunächst, welche Antworten eindeutig falsch sind. Anschließend entscheidest du zwischen den verbleibenden Möglichkeiten.
Wenn du eine Antwort überhaupt nicht kennst, solltest du dich nicht minutenlang daran festbeißen. Behalte das gesamte Zeitmanagement im Blick.
Mittlerer und gehobener Zolldienst
Der Wissenstest ist sowohl im schriftlichen Auswahlverfahren für den mittleren Dienst als auch für das duale Studium im gehobenen Zolldienst als Bereich Allgemeinbildung vorgesehen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass du dich allein auf diesen Bereich vorbereiten solltest. Das schriftliche Auswahlverfahren besteht aus mehreren Aufgabentypen, die zusammen deine Eignung beurteilen.
Plane deine Vorbereitung deshalb ausgewogen. Wenn du bereits sehr gutes Allgemeinwissen besitzt, aber Schwierigkeiten mit Prozentrechnung oder Rechtschreibung hast, solltest du deine Lernzeit entsprechend verteilen.
Umgekehrt kann jemand mit sehr guten mathematischen Fähigkeiten im Wissenstest unnötig Punkte verlieren, wenn er politische und gesellschaftliche Grundlagen kaum kennt.
Besonderheit Verwaltungsinformatik
Wenn du dich für das duale Studium Verwaltungsinformatik beim Zoll bewirbst, sieht das Auswahlverfahren etwas anders aus.
Auch dort wird Allgemeinwissen geprüft. Zusätzlich spielt jedoch IT-Basiswissen eine ausdrückliche Rolle. Für Bewerber dieses Studiengangs reicht es deshalb nicht aus, nur klassische Allgemeinbildung zu trainieren.
Du solltest grundlegende informationstechnische Begriffe und Zusammenhänge verstehen und dich gleichzeitig mit den übrigen Anforderungen dieses speziellen Auswahlverfahrens beschäftigen.
Achte daher immer darauf, für welchen Karriereweg du dich bewirbst. Der klassische Zolldienst und Verwaltungsinformatik haben nicht in allen Bereichen dasselbe Auswahlverfahren.
Typische Fehler bei der Vorbereitung
Ein häufiger Fehler ist, erst wenige Tage vor dem Test mit dem Lernen von Allgemeinwissen zu beginnen. In so kurzer Zeit kannst du zwar einzelne Fakten auswendig lernen, aber kaum eine breite Wissensbasis aufbauen.
Ebenso ungünstig ist es, ausschließlich Zollwissen zu lernen. Der Wissenstest überprüft deine Allgemeinbildung und ist deshalb breiter angelegt.
Ein weiterer Fehler besteht darin, sich auf sehr spezielle Detailfragen zu konzentrieren und dabei grundlegende Zusammenhänge zu vernachlässigen. Beginne lieber mit den wichtigsten Grundlagen und erweitere dein Wissen anschließend Schritt für Schritt.
Der Ausbildungspark Verlag ist als Fachverlag auf die Vorbereitung auf Einstellungstests und Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst spezialisiert. Für einen Wissenstest eignen sich besonders regelmäßige Übungsserien mit unterschiedlichen Themengebieten. So erkennst du schnell, in welchen Bereichen noch Wissenslücken bestehen.
Fazit
Der Wissenstest beim Zoll überprüft deine Allgemeinbildung und gehört sowohl beim mittleren als auch beim gehobenen Zolldienst zu den möglichen Aufgabenbereichen des schriftlichen Auswahlverfahrens.
Bereite dich breit vor und beschäftige dich mit politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Grundlagen. Zusätzlich solltest du deinen zukünftigen Arbeitgeber kennen und über die wichtigsten Aufgaben des Zolls Bescheid wissen.
Beginne möglichst früh mit der Vorbereitung. Allgemeinwissen lässt sich wesentlich besser durch regelmäßiges Lernen und Interesse am aktuellen Geschehen aufbauen als durch kurzfristiges Auswendiglernen kurz vor dem Test.
Nutze außerdem den Selbst- und Wissenstest des Zolls, um dein zöllnerisches Grundwissen einzuschätzen. Wenn du anschließend gezielt an deinen Schwächen arbeitest und Wissensfragen auch unter Zeitdruck trainierst, bist du für diesen Teil des Auswahlverfahrens gut vorbereitet.
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