Lebenslauf beim Zoll
Zoll-ABC
Der Lebenslauf gehört zu den wichtigen Bewerbungsunterlagen beim Zoll. Wenn du dich für die Ausbildung im mittleren Zolldienst oder ein duales Studium bewirbst, verlangt der Zoll einen tabellarischen Lebenslauf. Zusätzlich gehören insbesondere die erforderlichen Schulabschluss- und Prüfungszeugnisse zu den Bewerbungsunterlagen.
Dein Lebenslauf sollte vor allem übersichtlich, vollständig und leicht nachvollziehbar sein. Ein aufwendiges Design ist weniger wichtig als eine klare Darstellung deines bisherigen Werdegangs.
Inhalte:
Was gehört in den Lebenslauf?
Die Bundesverwaltung empfiehlt einen gut strukturierten und übersichtlichen Aufbau. Für den Arbeitgeber soll schnell erkennbar sein, welche schulischen und beruflichen Stationen du bisher absolviert und welche Erfahrungen du gesammelt hast. Verpflichtende schulische oder berufliche Qualifikationen sollten eindeutig erkennbar sein. Außerdem müssen deine Kontaktdaten aktuell sein.
Typische Angaben sind beispielsweise:
- Vor- und Nachname
- Anschrift und Kontaktdaten
- Schulbildung
- Schulabschluss beziehungsweise voraussichtlicher Abschluss
- gegebenenfalls Berufsausbildung oder Studium
- Praktika
- Nebenjobs und Berufserfahrung
- besondere Kenntnisse und Qualifikationen
- gegebenenfalls ehrenamtliches Engagement
Wenn du direkt von der Schule kommst, ist es völlig normal, dass dein Lebenslauf noch relativ kurz ist. Du musst ihn nicht künstlich mit unwichtigen Angaben verlängern.
Tabellarisch statt Fließtext
Der Zoll fordert ausdrücklich einen tabellarischen Lebenslauf. Das bedeutet, dass du deinen bisherigen Werdegang nicht in langen Absätzen beschreibst. Stattdessen ordnest du deine Stationen übersichtlich nach Zeiträumen und Tätigkeiten. Eine solche Darstellung ermöglicht es den Verantwortlichen, deinen bisherigen Werdegang schnell zu erfassen.
Lücken im Lebenslauf
Dein Lebenslauf sollte möglichst vollständig und nachvollziehbar sein. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Zeitraum zwangsläufig mit Schule oder Beschäftigung ausgefüllt sein muss.
Wenn du beispielsweise nach dem Schulabschluss einige Monate gereist bist, dich beruflich orientiert oder auf einen Studienplatz gewartet hast, kannst du diesen Zeitraum sachlich angeben.
Versuche nicht, längere Lücken durch falsche Angaben zu verstecken. Gerade bei einer Bewerbung für eine Beamtenlaufbahn sind korrekte und nachvollziehbare Angaben wichtiger als ein scheinbar perfekter Lebenslauf.
Brauchst du ein Bewerbungsfoto?
Ein Bewerbungsfoto ist nicht verpflichtend. Das Karriereportal der Bundesverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Bewerbungsbild nicht verlangt werden darf. Ob du deinem Lebenslauf freiwillig ein Foto hinzufügst, entscheidest du selbst.
Wenn du ein Foto verwenden möchtest, sollte es aktuell und professionell wirken. Für deine Chancen ist aber entscheidender, dass du die geforderten Voraussetzungen erfüllst und deine Unterlagen vollständig und korrekt einreichst.
Welche Kenntnisse solltest du angeben?
Neben Schule, Ausbildung und Berufserfahrung kannst du weitere Kenntnisse aufnehmen, wenn sie für deine Bewerbung sinnvoll sind. Dazu können beispielsweise Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse oder besondere Qualifikationen gehören.
Auch ehrenamtliches Engagement kannst du nennen. Das Karriereportal der Bundesverwaltung empfiehlt ausdrücklich, entsprechende Aktivitäten im Lebenslauf aufzuführen.
Achte allerdings darauf, deine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Wenn du beispielsweise Englischkenntnisse angibst, solltest du dein tatsächliches Niveau nicht deutlich übertreiben.
Lebenslauf und Zeugnisse müssen zusammenpassen
Die Angaben in deinem Lebenslauf sollten mit deinen eingereichten Nachweisen übereinstimmen. Der Zoll verlangt neben dem Lebenslauf auch entsprechende Schulabschluss- und Prüfungszeugnisse.
Kontrolliere deshalb vor dem Absenden deiner Bewerbung insbesondere:
- Stimmen Schul- und Ausbildungszeiten?
- Sind Abschlussbezeichnungen korrekt?
- Sind alle wichtigen Stationen enthalten?
- Sind Telefonnummer und E-Mail-Adresse aktuell?
- Gibt es Tipp- oder Datumsfehler?
Gerade bei einer Online-Bewerbung solltest du die endgültige Datei noch einmal vollständig öffnen und überprüfen.
Lebenslauf als Vorbereitung auf das Interview
Dein Lebenslauf kann auch später im mündlichen Auswahlverfahren relevant werden. Die Bundesverwaltung weist darauf hin, dass Auswahlverfahren dazu dienen, Eignung, Befähigung und fachliche Leistung der Bewerber zu beurteilen.
Du solltest deshalb deine eigenen Angaben gut kennen und erklären können, warum du bestimmte schulische oder berufliche Entscheidungen getroffen hast. Auch Praktika, Nebenjobs oder längere Unterbrechungen können Gesprächsanlässe sein.
Bereite dich daher nicht nur darauf vor, über den Zoll zu sprechen. Du solltest auch deinen eigenen bisherigen Werdegang sicher und nachvollziehbar darstellen können.
Fazit
Der Lebenslauf beim Zoll wird grundsätzlich in tabellarischer Form eingereicht und gehört zu den wichtigen Unterlagen für die Bewerbung um Ausbildung oder duales Studium.
Achte auf einen übersichtlichen und vollständigen Aufbau. Schulbildung, berufliche Erfahrungen, Praktika und relevante Zusatzqualifikationen sollten schnell erkennbar sein. Ein Bewerbungsfoto ist dagegen freiwillig.
Entscheidend ist nicht ein besonders ausgefallenes Design, sondern ein Lebenslauf, der deinen bisherigen Werdegang klar, korrekt und nachvollziehbar darstellt.
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