Erfahrungen: Zoll-Einstellungstest duales Studium (Diplom-Finanzwirt)

Er rechnete schon damit, im Einstellungstest rauszufliegen: Leon* (21) schaffte das Auswahlverfahren des Zolls dann doch noch. Wie ihm das gelungen ist, erzählt er hier.

Mein Vater ist Polizist, er arbeitet im Streifendienst. Als Kind durfte ich ab und zu im Streifenwagen mitfahren, das fand ich immer toll! Nach meinem Abitur wusste ich noch nicht so genau, was ich danach beruflich machen will. Nur sollte es etwas Ähnliches sein wie Polizist.

Nach meinem Abi ging ich dann erst mal zur Bundeswehr, war dort ein halbes Jahr lang freiwilliger Wehrdienstleistender. Die Entscheidung für den Zoll war dann eher spontan: Ich wollte mich weder (lange) verpflichten noch ins Ausland gehen müssen, damit war die Bundeswehr gestrichen. Auf randalierende Betrunkene und Verkehrsunfälle mit Lackschäden – wie bei der Polizei – habe ich auch weniger Lust. Somit blieb der Zoll übrig.

Zoll-Bewerbung mit Sehschwäche? Die Sache mit der Brille

Mein berufliches Ziel war der waffentragende Bereich des Zolls. Den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen, zwischen Kaffeetasse, Tacker und Locher – für mich einfach zu gemütlich. Allerdings hatte ich befürchtet, dass sich für den Dienst in Uniform und mit Waffe nicht infrage komme, weil ich eine Brille trage. Darum habe ich vor der Bewerbung bei der Einstellungsberatung angerufen.

Die Antwort war allerdings ziemlich vage, sie waren sich wohl selbst nicht sicher. Ich habe mich dann trotzdem beworben. Im Auswahlverfahren hat sich herausgestellt, dass eine Brille gar kein Problem ist. Entscheidend ist, wie ausgeprägt die Sehschwäche ist. Bei mir ist sie eher schwach, deswegen kann ich auch als Brillenträger im Außendienst arbeiten.

Kein Durchmogeln: Einstellungstest unterschätzt

Einige Wochen nach meiner Bewerbung hat mich der Zoll zum Einstellungstest eingeladen. Nervös war ich davor nicht, mein Abi war schließlich gut, und ich musste dafür noch nicht mal viel lernen. Also dachte ich, dass das Auswahlverfahren beim Zoll auch ohne größere Vorbereitung zu schaffen wäre. Um es kurz zu machen: Das war einigermaßen naiv.

So saß ich also im Einstellungstest vor den Aufgaben und musste die Lösung mehr als einmal raten. Hinterher ist man schlauer, ich hätte ganz klar mehr Zeit zum Üben investieren sollen. Irgendwie habe ich es mit Ach und Krach doch noch gerade so in die nächste Runde geschafft.

Auf den mündlichen Einstellungstest ein paar Monate später habe ich mich dann viel gründlicher vorbereitet. Ich konnte mir ausrechnen, dass mein Ergebnis im schriftlichen Test eher mau war, und wollte möglichst viele Plätze auf der Bewerber-Rangliste gutmachen. Also habe ich mir zum Beispiel schon vorher einige Antworten auf mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch überlegt oder typische Assessment-Center-Aufgaben geübt.

Disziplin gefragt: Duales Studium beim Zoll

Das duale Studium ist eh nichts für Faule. Deswegen bin ich ganz froh darüber, dass ich meine Einstellung inzwischen geändert habe: Jetzt lerne ich zwar immer noch nicht so gerne. Aber ich bin auch nicht mehr so widerwillig bei der Sache. Schließlich weiß ich nun, wofür ich mir das alles antue. Mein Ziel steht jedenfalls weiterhin fest: Ich will beim Zoll Karriere machen.

*Name von der Redaktion geändert



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