Erfahrungen: Zoll-Auswahlverfahren gehobener Dienst (Diplom-Finanzwirt)

Ihr Einstieg beim Zoll klappte nicht sofort: Nele* (20) stand auf der Warteliste und rückte nach. Inzwischen studiert sie dual beim Zoll. Hier erklärt sie, wie ihr Auswahlverfahren ablief.

Mein Weg zum Zoll war nicht so einfach. Ich bin 20 Jahre alt und inzwischen duale Studentin im gehobenen Dienst beim Zoll. Obwohl ich das Auswahlverfahren bestanden hatte, bekam ich zunächst keine Zusage. Warum? Ganz einfach: Andere Kandidaten waren besser und ich habe es nur auf die Warteliste geschafft.

Schriftlicher Einstellungstest: Deutsch, Mathe und Logik

Aber der Reihe nach: Die erste Station meines Auswahlverfahrens war der schriftliche Eignungstest. Er dauerte vier Stunden und fand in einem Hauptzollamt statt. Es ging um Textverständnis, Rechtschreibung und Grammatik. Außerdem kamen Aufgaben zu Logik und Zahlenverständnis dran, also etwa Dreisatz und Prozentrechnen. Darüber hinaus war eine Textanalyse gefordert.

Die spannendste Aufgabe war jedoch eine andere: Wir mussten vorgegebene Rechtsvorschriften auf einen vorgegebenen Beispielfall anwenden. Sehr praxisnah war auch eine andere Aufgabenstellung, bei der wir einen Sachverhalt verstehen, strukturieren und schriftlich zusammenfassen sollten.

Zum ersten Teil des Auswahlverfahrens gehörte auch noch ein Wissenstest mit Fragen zur Allgemeinbildung und zum Zoll, zum Beispiel zu seinen Aufgaben und seiner Geschichte.

Mündliches Auswahlverfahren: Kurzvorträge und Rollenspiele

Einige Wochen später bekam ich dann eine Einladung zum zweiten Teil, das heißt zum mündlichen Auswahlverfahren. Die Prüfungen dauerten von morgens bis nachmittags und fanden wieder in dem Hauptzollamt statt, wo ich bereits die schriftlichen Tests absolviert hatte.

Dieses Mal sollten wir uns in Gruppendiskussionen und in Rollenspielen beweisen, außerdem mussten wir Kurzvorträge halten. Diese Aufgaben fanden alle in der Gruppe statt. Danach wurden die Vorstellungsgespräche geführt. In meinem Interview ging es nicht nur um mich und meine Motivation, sondern auch noch um meine Allgemeinbildung und mein Wissen zum Zoll. Ich hatte am Ende des Tages jedenfalls ein gutes Gefühl.

Glück gehabt: von der Warteliste zur Zusage

Anstatt einer direkten Zusage bekam ich allerdings nur einen Brief vom Zoll, in dem stand, dass ich das Auswahlverfahren zwar bestanden hätte, aber nur einen Platz auf der Warteliste erhalten würde. Ich war auf Platz fünf und rechnete mir eher schlechte Chancen aus. Wiederum ein paar Wochen später rief mich das Hauptzollamt an und teilte mir mit, dass ich nachrücken könnte, wenn ich denn wollte. Natürlich wollte ich!

Danach ging es für mich nur noch zum Amtsarzt. Zu guter Letzt, es war bereits ein halbes Jahr seit meiner Bewerbung vergangen, konnte ich dann endlich mein duales Studium beim Zoll starten.

*Name von der Redaktion geändert



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